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Das Nibelungenlied (nach Wagner)
Wassernymphen beschützten den Hort, das Nibelungengold, das
Schönste und gleichzeitig das Gefährlichste. Es lag dort im Rhein, und
niemand durfte es besitzen. Wer es besitzen wollte, musste der Liebe
entsagen. Einem Zwerg, Alberich, gelang es, in einem unbeachteten Moment,
sich des Goldes zu bemächtigen. Er ließ sich daraus einen Ring schmieden, mit
dessen Hilfe er sich das Volk der Zwerge untertan machte. Diese mussten nun
für ihn Gold aus den Mienen fördern.
Wotan (der oberste in der germanischen Götterwelt) hatte den
Wunsch, in seiner eigenen Burg, Walhall zu wohnen, und beauftragte zwei
Riesen diese Arbeit für ihn zu tun. Als die Burg fertig war, kamen die
Riesen, um ihren Lohn zu fordern. Wotan konnte sie nicht bezahlen, worauf
diese Freya, die Göttin der Jugend und Schönheit, als Geisel mitnahmen.
Die Götter brauchten viel Gold, um ihre Mitgöttin freizukaufen
und begaben sich zu Alberich. Durch die Macht seines Ringes konnte sich
dieser nach Belieben verwandeln und so zeigte er sich, als er die Götter
erblickt hatte, als riesiger Drachen. Loge, der klügste der Götter
überlistete den mächtigen Zwerg, indem er dessen Eitelkeit anspielte: „Du
kannst sehr groß sein, kannst du dich auch ganz klein machen?“ Der Zwerg
verwandelte sich in einen Frosch, Loge stieg auf ihn und nahm ihm den Ring
ab. Nun gehörte sein Schatz den Göttern und diese konnten ihre Schwester
auslösen.
Obwohl die Goldmenge groß genug für beide gewesen wäre,
zerstritten sich die Riesen wegen des Ringes und der eine erschlug den
anderen, seinen Bruder. Das war der Fluch des Ringes. Wotan hätte den Ring
gerne zurückbekommen, konnte aber nun keinen Vertragsbruch begehen. Er musste
einen anderen Weg finden. Deshalb nahm er sich eine Menschenfrau und machte
ihr 2 Kinder, einen Sohn, Sigmund, und eine Tochter, Sieglinde.
Das Mädchen wurde von einem germanischen Nachbarn, Hunding,
geraubt und dort verheiratet. Sigmund dagegen schlug sich allein durch und
kämpfte gegen seine Feinde. Lange Jahre später, nach einem dieser
Zusammenstöße kam er erschöpft in ein Haus. Eine junge Frau bewirtete ihn. Es
war Sieglinde. Die beiden jungen Leute fühlten sofort, dass sie etwas
verbindet: der Hass gegen Hunding und die Blutsverwandtschaft.
Als der Hausherr nach Hause kam musste er feststellen, dass sich
sein Feind in seinem eigenen Haus aufhielt. Für die Nacht war Sigmund sicher,
so befahl es die Gastfreundschaft, aber am nächsten Tag wollte Hunding mit
ihm kämpfen. Während der Nacht aber flohen die beiden Geschwister.
Wotan sah die Vernichtung seines geheimen Planes voraus und
befahl einer seiner Walküren (Göttin, die die im Kampf gefallenen Krieger
nach Walhall brachte.) Sigmund zu helfen. Aber Fricka, Wotans Frau, die
Schutzherrin der Ehe, sprach ein Machtwort und der höchste Gott musste seine
Walküre zurückrufen, die jedoch Mitleid mit dem Helden fühlte und da sie ihm
nicht mehr helfen konnte, seine Schwester rettete, die in ihrem Leib die
Frucht der Liebe, Siegfried, trug. Fricka verlangte nun von Wotan, diese
ungehorsame Walküre zu bestrafen. Sie sollte in einem großen Feuerring
schlafen und nur durch den Kuss eines Mannes geweckt werden können, der sich
vor nichts fürchtet. (Daraus entsteht später das Dornröschen-Märchen, wobei
das Feuer durch das sympathischere Symbol der Liebe, der Rose, ersetzt wurde.
Siglinde war nach der Flucht in den Wald auf einen Zwerg
gestoßen, bei dem sie Zuflucht fand und ihr Kind gebären konnte, bei dessen
Geburt sie selbst starb. Siegfried wuchs im Wald auf, war bald schneller als
der Wolf und stärker als der Bär. Er begab sich auf Reisen und stieß auf den
Riesen in Gestalt eines Drachen, den Siegfried tötete. Als er sich in dem
Blut des Drachen badete, um unverletzbar zu werden, fiel ein Blatt auf sein
Schulterblatt, was seine Achillesverse werden sollte. Den Ring schon an der
Hand begab er sich dann in die Höhle, in der der Schatz lag, und nahm einem
Zwerg, der diesen hätte bewahren sollen, seine Tarnkappe ab, die ihn
unsichtbar machte.
Nun war er auch reich, aber er wollte das Fürchten lernen. Er
traf auf den Feuerring, in dem Brunhilde, die Walküre, ruhte, und weil er
keine Angst hatte, ging er einfach durch das Feuer, wobei dieses erlosch. Mit
einem Kuss wurde die schöne Kriegerin erweckt und Siegfried versprach ihr
nach dem Bestehen noch einiger Abenteuer wiederzukommen.
Er kam an den Burgunderhof des Königs Gunter und half diesem im
Kampf gegen seine Feinde. Gunter hatte eine Schwester, Krimhild, in die sich
Siegfried verliebte. Der König der Burgunder versprach ihm diese, wenn
Siegfried ihm helfen würde, Brunhilde zu gewinnen. Brunhilde musste nämlich
im Kampf besiegt werden und Gunter wusste, dass er ohne Siegfried keine
Chance hätte. Sie reisten zu Brunhilde, aber als diese erfuhr, das Siegfried
nicht als Freier, sondern als Gesandter im Namen von Gunter gekommen war,
schwor sie Rache. Im Kampf stand Siegfried mit seiner Tarnkappe, so dass er
nicht gesehen werden konnte, hinter Gunter und besiegte Brunhild. Jetzt
konnte er Krimhild heiraten. Eine Doppelhochzeit wurde gefeiert.
Aber in der Nacht wollte sich Brunhild ihrem Mann nicht hingeben,
weil sie den Betrug fühlte. Am nächsten Morgen bat der enttäuschte Ehemann
seinen Vertrauten Siegfried, ihm in dieser heiklen Angelegenheit zu helfen.
Siegfried in seiner Tarnkappe erledigte auch diese Aufgabe des Ehemanns und
entledigte Brunhild ihres Keuschheitsgürtels, den er in seiner Truhe
versteckte.
Am königlichen Hof befand sich ein Ritter, Hagen, der Sohn des
Zwerges Alberich, der von seinem Vater den Auftrag bekommen hatte, ihm den
Ring zurückzubringen. Mit einer List überzeugte Hagen zuerst Gunter, dass
Siegfried schon zu mächtig und für den König zu gefährlich geworden sei, und
dann Krimhild, damit sie auf das Hemd von Siegfried an der Stelle, an der er
verletzbar war, ein Zeichen näht. Sie hatte Angst um ihren Mann und glaubte,
dass Hagen ihn wirklich beschützen wolle. Aber während der Jagd erschlug
Hagen ihn von hinten.
Der Ring hatte auch dieses Opfer gefordert.
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Montag, 11. Mai 2015
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